{"id":2192384,"date":"2007-05-01T18:03:31","date_gmt":"2007-05-01T18:03:31","guid":{"rendered":"http:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/?p=2192384"},"modified":"2007-05-01T18:03:31","modified_gmt":"2007-05-01T18:03:31","slug":"das_apartheid_museum2192384","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/?p=2192384","title":{"rendered":"Das Apartheid-Museum"},"content":{"rendered":"<p>Seit 1994 ist auch in S\u00fcdafrika der internationale Tag der Arbeit ein Feiertag. Dies hat man nicht zuletzt der sanften Revolution vom Apartheidsstaat zur Demokratie zu verdanken. Deshalb hatte mich heute entschlossen, wieder einmal das Apartheidmuseum hier in Johannesburg zu besuchen. Ich hatte dieses bereits im August letzten Jahres getan, aber leider keine Kamera dabei gehabt. Au\u00dferdem konnte ich einige Ausstellungssachen das letzte Mal nur oberfl\u00e4chlich betrachten, da ich schon nahe dem Ende der \u00d6ffnungszeiten war.<\/p>\n<p><a href=\"#\" title=\"Eingang\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/1472610_bbee6deac0_s.jpeg\" alt=\"Eingang\" vspace=\"5\" hspace=\"5\"><\/a><\/p>\n<p>Dieses Mal also das Museum in Bilder. Zun\u00e4chst einmal kauft man sich ein Ticket und bekommt als Eintrittskarte ein Schild, wo man als Wei\u00dfer oder Nicht-Wei\u00dfer kategorisiert wird. Dieses Mal war ich ein Nicht-Wei\u00dfer und musste auch den Eingang der Nicht-Wei\u00dfen benutzen. Man soll so als Besucher das Gef\u00fchl bekommen, wie es ist, wenn man nach seiner Hautfarbe kategorisiert wird.<\/p>\n<p><a href=\"#\" title=\"Eintrittskarte\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/1472611_d4e93e1a37_s.jpeg\" alt=\"Eintrittskarte\" vspace=\"5\" hspace=\"5\"><\/a><\/p>\n<p>Danach gelangt man in einem Raum, in dem man die unterschiedlichen ID Cards (Personalausweise) der Bewohner S\u00fcdafrikas w\u00e4hrend der Apartheidzeit zu Gesicht bekommt. Hier mal ein Ausschnitt:<\/p>\n<p><a href=\"#\" title=\"ID Cards\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/1472612_43e7da07b1_s.jpeg\" alt=\"ID Cards\" vspace=\"5\" hspace=\"5\"><\/a><a href=\"#\" title=\"ID Cards\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/data4.blog.de\/media\/613\/1472613_fb33d24739_s.jpeg\" alt=\"ID Cards\" vspace=\"5\" hspace=\"5\"><\/a><a href=\"#\" title=\"ID Cards\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/data4.blog.de\/media\/614\/1472614_b657728d78_s.jpeg\" alt=\"ID Cards\" vspace=\"5\" hspace=\"5\"><\/a><\/p>\n<p>Hinzu kann man einige Originalschilder sehen, die die verschiedenen Alltagsbereiche in schwarz und wei\u00df kategorisierten. Hier ist ein Schild des Hauptbahnhofs von Pretoria zu sehen:<\/p>\n<p><a href=\"#\" title=\"Schild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/1472618_dd08cddab1_s.jpeg\" alt=\"Schild\" vspace=\"5\" hspace=\"5\"><\/a><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich trieb die Kategoriesung der Bev\u00f6lkerung in Schwarze, Farbige und Wei\u00dfe so einige Stilbl\u00fcten. Wenn man vor einer Kommission bestand, konnte man von einer Rasse in die andere wechseln, wie dieser Auszug aus einem Zeitungsartikel beweist:<\/p>\n<p><a href=\"#\" title=\"Chameleons\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/1472615_7c8e42e7c9_m.jpeg\" alt=\"Chameleons\" vspace=\"5\" hspace=\"5\"><\/a><\/p>\n<p>Nachdem man die ID Card bew\u00e4ltigt hat, kommt in einen offenen lichtdurchfluteten Raum, indem man den verschiedenen Menschen Johannesburgs begegnen kann.<\/p>\n<p><a href=\"#\" title=\"Weg Afrikas\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/1472617_63a230fae6_s.jpeg\" alt=\"Weg Afrikas\" vspace=\"5\" hspace=\"5\"><\/p>\n<p>Hat man den &#8222;Weg Afrikas&#8220; hinter sich gelassen, kommt man auf ein Plateau, auf das man einen herrlichen Blick auf die Skyline von Johannesburg hat.<\/p>\n<p><\/a><a href=\"#\" title=\"Johannesburg - Skyline\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/1472619_3e223fdbac_m.jpeg\" alt=\"Johannesburg - Skyline\" vspace=\"5\" hspace=\"5\"><\/a><\/p>\n<p>Danach taucht man dann in die Tiefen des Museums ein.<\/p>\n<p><a href=\"#\" title=\"Apartheid\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/1472620_6f4a1ccc05_s.jpeg\" alt=\"Apartheid\" vspace=\"5\" hspace=\"5\"><\/a><\/p>\n<p>Besonders beeindruckt hat mich hierbei ein Raum, in denen an die zahlreichen Leute erinnert wird, die gegen das Apartheitregime ihr Leben gelassen haben. Von der Decke h\u00e4ngen unz\u00e4hlige Stricke.<\/p>\n<p><a href=\"#\" title=\"Stricke\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/1472630_49c54d7cbe_s.jpeg\" alt=\"Stricke\" vspace=\"5\" hspace=\"5\"><\/a><\/p>\n<p>Alles in allem ist dieses Museum auf jeden Fall ein Muss f\u00fcr jeden S\u00fcdafrikabesucher, um die gegenw\u00e4rtige Situation in dem Land zu verstehen. Ich denke, dass mit der Zeit, sich die Wunden schlie\u00dfen werden.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich musste w\u00e4hrend des Besuchs immer an zwei Episoden meines eigenen Lebens denken. Einmal besprachen wir in der Schule in der zweiten Klasse, das muss 1988 gewesen sein, aufgrund eines Zeitungsartikels die Apartheid in S\u00fcdafrika. Unsere Lehrerin erz\u00e4hlte uns, dass es in diesem so fernen Land noch zu diesem Zeitpunkt extra Busse nur f\u00fcr Wei\u00dfe oder nur f\u00fcr Schwarze gab. Auch eine normale Parkbank wurde nur f\u00fcr Wei\u00dfe zur Verf\u00fcgung gestellt. Als ich heute die Bilder dazu sah, musste ich wieder daran denken.<\/p>\n<p>Die zweite Sache, an die ich mich immer erinnern musste, war eine Veranstaltung auf dem Hettstedter Markt. Hier konnte man f\u00fcr die Freilassung von Nelson Mandela unterschreiben. Es wurde noch eine Torte versteigert und deren Erl\u00f6s an den ANC gesponsert. Damals h\u00e4tte ich nie gedacht, einmal in diesem Land arbeiten zu k\u00f6nnen. Und das sind keine zwanzig Jahre her.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 1994 ist auch in S\u00fcdafrika der internationale Tag der Arbeit ein Feiertag. Dies hat man nicht zuletzt der sanften Revolution vom Apartheidsstaat zur Demokratie zu verdanken. Deshalb hatte mich heute entschlossen, wieder einmal das Apartheidmuseum hier in Johannesburg zu besuchen. Ich hatte dieses bereits im August letzten Jahres getan, aber leider keine Kamera dabei gehabt. 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