{"id":1225003,"date":"2006-10-15T19:17:21","date_gmt":"2006-10-15T19:17:21","guid":{"rendered":"http:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/?p=1225003"},"modified":"2006-10-15T19:17:21","modified_gmt":"2006-10-15T19:17:21","slug":"schmeckt_s1225003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tino-in-joburg.tonyblog.de\/?p=1225003","title":{"rendered":"Schmeckt&#8217;s?"},"content":{"rendered":"<p>Es war Freitagabend und die Planungen sahen vor, einmal das Nachtleben von Johannesburg kennen zu lernen. Davor wollte ich aber mit einem Kollegen noch etwas essen gehen. Wir entschieden uns f\u00fcr den Nelson Mandela Square, von dem ich in einem fr\u00fcheren Beitrag schon berichtet hatte.<\/p>\n<p>Zuerst kehrten wir in so eine Art Cafe ein. Dieses war recht stark besetzt, so dass wir mit einer gewissen Wartezeit rechneten. Als aber nach ca. zwanzig Minuten immer noch kein Kellner unsere Bestellung aufnehmen wollte, entschieden wir uns, das Cafe zu verlassen und in das gegen\u00fcberliegende Fischrestaurant zu gehen. Hier fand man komplett das Gegenteil von dem Cafe vor.<\/p>\n<p>Ein Kellner begleitete uns vom Empfang bis zu unserem zugewiesenen Tisch. Zugleich fragte er, ob er die Karte bringen sollte oder etwas empfehlen k\u00f6nnte. Wir entschieden uns f\u00fcr die Karte. Kurze Zeit sp\u00e4ter tauchte er wieder auf, brachte die Karte und nahm unsere Getr\u00e4nkew\u00fcnsche auf. Wir bestellten beide ein Bier und studierten die Karte. Es vergingen vielleicht gerade noch zwei Minuten, da war der Kerl schon wieder da, brachte das Bier und wollte unseren Essenswunsch aufnehmen. Ich bestellte eine Seezunge mit Garnelen und mein Kollege ein Gericht nach Durban Art. Als Vorspeise nahm ich noch einen fritierten K\u00e4se. Nach zwei Minuten tauchte der kerl wieder auf und brachte das Besteck. Er erl\u00e4uterte, was f\u00fcr was war und verschwand dann wieder. Nach kurzer Zeit kam er erneut und brachte meinen K\u00e4se. Als ich gerade den zweiten K\u00e4se gegessen hatte, kam er wieder vorbei und fragte, ob alles in Ordnung war. Ich kam mir langsam vor, wie der arme Kerl bei Loriot, der nicht zum Essen kommt, da andauernd irgendwelche Leute um ihm herum etwas wissen wollen.<\/p>\n<p>Als ich dem Kellner erwiderte, dass alles in Ordnung sei, nahm er einen L\u00f6ffel, der bei mir gedeckt war, und steckte ihn in die So\u00dfe, die zu dem K\u00e4se serviert worden war. Ich fand das schon ein wenig unh\u00f6flich, da ich vorher den K\u00e4se in die So\u00dfe dippte und mir nun der L\u00f6ffel diesen Weg versperrte. Ich nahm also den L\u00f6ffel wieder heraus. Als ich den letzten Bissen heruntergeschluckt habe, kam auch sofort der Kellner und r\u00e4umte ab. Es dauerte keine drei Minuten, da kam der Kellner wieder vorbei und brachte eine Sch\u00fcssel. Er bemerkte, dass dies f\u00fcr die Reste der Garnele sei.<\/p>\n<p>Kaum war er verschwunden, tauchte er auch schon erneut mit unserem Essen auf. Servierte es und verschwand, jedoch nur, um in kurzer Zeit wieder aufzutauchen und zu fragen, ob es schmeckt. Danach lie\u00df er uns allerdings in Ruhe.<\/p>\n<p>Eins muss man aber auch noch erw\u00e4hnen. Der Kellner hatte Prinzipien. Wir hatten zwei unterschiedliche Biere bestellt. Mein Kollege ein Windhoek Lager und ich ein Black Lager (oder so). Als es an das Servieren ging, wollte er mir das Windhoek Lager hinstellen und meinem Kollegen das Black Lager. Wir konnten dies gerade noch verhindern. Als es an die zweite Bestellung ging, nahm ich eine Sprite (ich musste ja noch fahren) und mein Kollege noch einmal ein Windhoek Lager. Aber der Kellner brachte nun ein Black Lager. Wenn er einmal eine Person einem Bier zugeordnet hatte, dann lie\u00df er sich wahrscheinlich davon auch nicht abbringen.<\/p>\n<p>Bei der zweiten Bestellung machte er sich bei mir auch ein wenig unbeliebt. Als ich ein alkoholfreies Bier bestellen wollte, schaute er mich komisch an und meinte, dass, wenn ich ein Light Beer haben wollte, ich doch Becks nehmen sollte. Das ist nun aber eines meiner Lieblingsbiere. War schon ein schlechter Witz!<\/p>\n<p>Der Clou war dann auch noch die Rechnung. Als wir diese verlangten, brachte er sie und meinte beil\u00e4ufig, dass darin noch nicht das Trinkgeld enthalten w\u00e4re. Schon etwas frech, oder? Ich bezahlte mit Kreditkarte und rundete auf 290 Rand auf. Da ich die Neun etwas unleserlich geschrieben hatte, kam er noch mal vorbei und vergewisserte sich, ob es auch eine Neun sei. Am liebsten h\u00e4tte ich jetzt gesagt: &#8222;Ja, es war eine Neun, aber wegen der Sache ist jetzt eine Acht!&#8220;<\/p>\n<p>Mann, was f\u00fcr ein Abendessen!<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe,<\/p>\n<p>Euer Tino    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war Freitagabend und die Planungen sahen vor, einmal das Nachtleben von Johannesburg kennen zu lernen. Davor wollte ich aber mit einem Kollegen noch etwas essen gehen. Wir entschieden uns f\u00fcr den Nelson Mandela Square, von dem ich in einem fr\u00fcheren Beitrag schon berichtet hatte. Zuerst kehrten wir in so eine Art Cafe ein. 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